Reisebericht 3.Tag

Es ist der Tag der Plane! Die ganze Nacht hindurch hat es geregnet. Georg und Pascal wurden von oben und von unten nass.

Wir hingegen haben unser Bett genossen. Kein Tropfen im Planwagen, ja nicht einmal von innen feucht. Ein Lob an TOLKO Stoffhandel GmbH und die zweifach vernähten Nähte auf der Singer Nähmaschine.

Nach einem ausgiebigen Frühstück wird schnell gepackt und die beiden Moppedfahrer machen sich auf den Heimweg nach Weilstetten.

Der Fendt wird gestartet, Scheibenwischer ein und los geht’s. 105 km liegen vor uns. Gemächlich erreichen wir unsere Reisedrehzahl und fahren unsere erste Pass-Straße, den Gaichtpass hinunter. Keine nennenswerte Steigung. So kann der 6.Gang drinbleiben.

Das Lechtal emnpfängt uns mit tief hängenden Wolken und Dauerregen. Simon verkriecht sich in sein Bett. Klar! Die Playstation unter der Decke.

Vorbei an Elmen liegt er vor uns: Der erste “richtige” Pass. Schon am Einstieg geht es ordentlich den Berg hoch, dass sogar der 4.Gang (ich glaube das erste Mal auf der ganzen Tour) rein muss.

Ich lausche dem harten Schlag des Zweizylinders und verwöhne ihn zwischendurch mit einem dicken Lob. Die Synphonie von Ein-und Auslassventil, von auf- und abstiebenden Kolben, von pulsierendem Zylinderkopf zieht mich in ihren Bann.

Ob wohl alles hält? Kein Frage! Temperatur im 2. Drittel des grünen Bereichs. Wir erreichen die ersten Tunnels und freuen uns über den 6. Gang der uns sagenhafte 16 km/h beschert.

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Der Regen will nicht enden und langsam wird es kälter. Vor uns kämpft ein Radfahrer mit der Steigung und der Gewissheit, dass wir ihn demnächst überholen werden. Ungern, aber ohne Alternative, blasen wir ihm nach dem Überholen unseren schwarzen Rauch ins Gesicht. Aber keine Spur von Abneigung, im Gegenteil, er winkt uns freundlich zu. Vielleicht weil er weiss, dass er uns den Berg runter wieder davonfährt.

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Wir nähern uns der Passhöhe und sind schon gespannt, wie es wohl den Berg runter geht.

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Geschafft! Der erste Pass ist erklommen und begrüsst uns einer Affenkälte. Gerne hätten wir den Gipfelsturm noch etwas genossen, beschliessen aber dies auf einer herbstlichen Moppetour mit Georg, Babsi, Didi, Pia, Matthias, Lukas, Simon nachzuholen.

Wir beginnen zaghaft mit dem 5. Gang. Eine gute Entscheidung! Selbst der hält die Fuhre noch nicht ohne zusätzlich in die Eisen zu steigen. Also dann eben der 4. Mit 8 km/h schleichen wir runter Richtung Imst.

Schnell in den Konsumtempel (So nennen wir die SPAR- Läden in Österreich) und für heute Abend eingekauft geht es schon wieder weiter zur Tankstelle. € 1.34 - war auch schon mal billiger in Österreich.

Nach kleiner Rast in Arzl fahren wir Richtung Kühtei-Sattel.

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3 Radler sind uns auf den Fersen und nutzen unseren Windschatten -:)

Die ersten Überholmanöver scheitern, aber dann ziehen die Jungs vorbei. Respekt!

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Auf etwa 1500m beschliessen wir unser Lager aufzuschlagen. Zu sehr freuen wir uns auf die Spaghetti mit Pommodore und viel Skordo (Müsst ihr selbst rauskriegen, was das ist)

Direkt am Flüsschen steht unser Planwagen waagerecht. Schöner kann’s nicht sein.

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