Aus dem alten Gummiwagen entsteht ein Planwagen

Als Vorbild hierzu dienen die Planwagen aus dem Wilden Westen mit dem Unterschied, dass unser Gespann von 25 Pferden gezogen wird..

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Anfänglich als Photomontage aufgebaut, sieht das fertige Ergebnis so aus:

Dazwischen liegen ein paar Stunden (oder auch Tage?) mit Aufriss, Zuschnitt, Nähen, Ändern, Probieren ... ...

IMG_6862Am Kutschbock werden noch 2 Fenster eingebracht, damit Simon auch während der Fahrt das Bergpanorama der östereichischen und italienischen Alpen sehen kann.

Das Einnähen der Fenster ist schwieriger als ursprünglich angenommen, da die ganze Plane am Stück unter der Nähmaschine durchgezogen werden muss.

Beim Nähen selbst, ändert sich die ursprüngliche Größe der Fenster-Meterware, was doch den ein- oder anderen Zornesausbruch zur Folge hat.

Am Ende aber sind wir mit dem Ergebnis doch zufrieden.

 

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Mit Baustahl und Zeltleinen, ein paar Nadeln, Reissverschluss und stabilem Nähgarn sind die Utensilien schnell beisammen. Alles in Allem rund € 400.-

Nicht zu vergessen die alte Singer Nähmaschine meiner Mutter.

Aus Rechteckprofilstahl 45x20mm wird erst eine Rahmenkonstruktion gechweisst und im Abstand von ca. 76cm werden die Löcher für die Aufnahme der Rundbögen (12mm Baustahl) gebohrt.

IMG_6757Auf 4.20m abgelängt müssen diese nur noch “eingesteckt” und anschließend verschweisst werden

Die Rundform ergibt sich ganz von selbst. Versteift wird das Ganze noch seitlich durch jeweils einen Baustahlbogen

Alles in Allem eine schöne Arbeit die schnell vorangeht und die an einem Samstag erledigt ist.

Aber: Rostschutz muss ja auch noch drauf. Ruckzuck erledigt, dachte ich. Rund 45 laufende Meter Rundmaterial streichen - fertig. Von wegen!

 


Ein halber Tag Arbeit in rückenfeindlicher Haltung. Beim nächsten Planwagenbau kommt nur noch verzinktes Material zum Einsatz! Um die Grundkonstruktion wird noch ein geschlitzter Gartenschlauch geschoben, damit später eventueller Rost nicht auf das Leinen der Plane kommt. Die Flecken bekomm man nämlich nie wieder weg.

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IMG_6760Die gesamte Konstruktion lässt sich mit 2 Mann einfach vom Wagen heben und ist nur durch angeschweisste Stifte gegen seitliches Verrutschen gesichert.

Von oben wird diese später, nach aufgebrachter Plane, durch das Verspannen gesichert.

Die Kosten für die Stahlkonstruktion halten sich mit ca. € 35.- im Rahmen. Noch die Farbe dazu und der Schweissdraht kommt man alles in allem auf ca. € 50.-

 

 

 


Fertigstellen der Plane

Bestellt werden 30 laufende Meter, 1.50m breit bei TOLKO Stoffe GmbH übers Internet. Der Stoff ist imprägniert, atmungsaktiv und lässt sich mit ca. 470g/m² noch relativ gut auf einer ordentlichen Nähmaschine nähen. Kosten hierfür ca. € 300.-
 

Der Kauf eines nichtimprägnierten Segeltuchs scheint zwar auf den ersten Blick billiger, aber die Imprägnierung ist teuer, zeitaufwendig und in der eigenen Badewanne nicht zu empfehlen. Zudem läuft der Stoff beim ersten Wasserkontakt ordentlich ein und am Ende ist doch nicht viel gespart.

Die Stoffbahnen werden mittels klassischer Zeltnaht zusammengenäht. Mehr dazu findet man im Mittelalterboard.

zeltnahtAm Nähgarn sollte man ebenfalls nicht sparen. Ein stabiler Polyesterfaden der gut in der Maschine läuft spart eine Menge Ärger. Ein gute Bezugsadresse findet man im Internet bei der Fa. Guetermann.

Wir verwenden den Faden Gütermann Extra Stark M782, 100m. Gebraucht werden 6 Rollen.

 

 


IMG_6851Die Singer ist wohl schon um die 40 Jahre alt, aber noch so robust, dass sich der dicke Faden mühelos verarbeiten lässt. 2..3 Nadeln sollte man aber doch einplanen.

Als Näh-Laie, wie ich einer bin, werden die Nähte vorher mit Stecknadeln abgesteckt was sich als sehr zeitaufwendig herausstellt.

Am Schluss dann, so ca. 10 Nähstunden später, geht’s dann auch ohne vorher abzustecken.

Als ziemlich zeitaufwendig gestaltet sich das Einnähen der Fenster. Diese gibt es als Meterware bei Fritz Berger Berger.

Nach dem Zuschnitt und dem Ausschneiden der Plane stellt sich heraus, dass beim Einnähen sich die Kunststofffolie vergrößert. Hier also erst nach dem Einnähen den Überstand der Fenster auf das erforderliche Maß abschneiden.

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Wohnen im Planwagen

Aus einer alten Tischtennisplatte wird das Bett gebaut. Größe 2.05m x 1.50m. Durch das Hochsetzen auf Pfosten bleibt darunter genügend Stauraum für das Reisegepäck.

IMG_6763Schließlich wollen ja auch das Schlauchboot, der Außenborder, der Gasgrill, der Wassertank und vieles mehr noch ein Plätzchen finden.

Für den Schlafcomfort sorgt eine 1.40m x 2.00m Matratze aus unserem Wohnwagen.

Was noch fehlt ist eine Ablage rund ums Bett, auf der die diversen Utensilien während der Nacht untergebracht werden. - Weltempfänger für die Liveübertragungen der Olympischen Spiele, Stirnlampe, Handy, PSP für Simon etc..

 

 

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Und so sieht die Inneneinrichtung aus. Es ist alles da, was man braucht: Ein abschliessbarer Schrank für die Kleider und Wertsachen, eine Kühlbox (12V, 220V, Gas), eine 5 kg Gasflasche, ein 3 flammiger Gaskocher (Dieter sei Dank!), ein Bett (205 m x 165 m), Camping- Toillette.

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Ein Tisch (die letzten Reste der verbauten Tischtennisplatte) mit Schnellverschluss. Die 4 zu durchquerenden Länder werden auch noch als Flaggen aufgenäht. (Hat länger gedauert, als gedacht!)

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Zu guter Letzt wird noch eine Anhängekupplung angeschweisst, um die 2 Fahrräder zu transportieren.

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