Auch die Lokalpresse findet Interesse an unserem Vorhaben und berichtet in den Aalener Nachrichten.

Die Hänles tuckern nach Griechenland

aalener-zeitung

AALEN-ATTENHOFEN - Mit Schlepper und Planwagen tuckern Lothar Hänle und sein Sohn Simon einem Abenteuerurlaub entgegen. Start ist am Sonntag. In neun Tagen wollen sie in Venedig sein. Ihr Ziel ist Griechenland.

Von unserem Korrespondenten Ulrich Geßler

Es hat was mit Cowboyromantik zu tun. Vielleicht auch mit der Lust, die Welt im Planwagen zu erobern - ohne großen Komfort, dafür aber mit dem Gefühl von unendlicher Freiheit. Ohne Stress, aber bereit zum Abenteuer. Statt vier Pferden spannt Lothar Hänle ein Dieselross aus dem Stall Fendt vor. Vom Typ her ist es eher den Kaltblütern zuzuordnen. Behäbig, jedoch voller Power. Die Kraft von 25 Pferden steckt unter der Motorhaube.

Muss man nicht ein bisschen verrückt sein, um mit einem Schlepper die Alpen zu überqueren, bei sengender Hitze durch die Poebene zu tuckern, um nach neun Tagen Fahrt Venedig zu erreichen? Andere Urlauber schaffen die gleiche Strecke in einem Tag. Lothar Hänle lacht: "Ein bissle verrückte Sachen muss man machen." Mit seiner Familie fährt er seit über 25 Jahren nach Griechenland. Früher, vor der Öffnung des Ostens schon auch mal über die Balkanroute, was wohl zuweilen ziemlich abenteuerlich war und den Hänles sogar einmal einen Kurzaufenthalt in einem Gefängnis bescherte. Dagegen dürfte die Reise mit dem Schlepper eine Spazierfahrt werden, zumal sie bestens vorbereitet ist.

2004 kauften Hänles den Fendt für Arbeiten im Wald. Als der Schlepper dann auf dem Hof stand, wuchs bei Lothar Hänle mehr und mehr der Wunsch, mit dem Dieselross nach Griechenland zu reisen. Allerdings erst im Ruhestand. "Beim Joggen hat mich dann meine Tochter Marion davon überzeugt, nicht alles auf später zu verschieben", erzählt der 51-Jährige. Alle Vorbereitungen sind mittlerweile getroffen. Am Sonntag ist Abreise. Der 14-jährige Simon begleitet seinen Vater.

Planwagen ist stilecht

Baujahr 1965 ist der Fendt. 3000 Betriebsstunden hat er auf dem Buckel. Für die Griechenlandtour wurde er generalüberholt. Optisch steht das Dieselross jetzt prächtig da. Aufgerüstet wurde es mit einer zusätzlichen Lichtmaschine, die den Strom für einen Kühlschrank liefert und eine Zusatzbatterie speist. "Es wäre einfach gewesen, an den Schlepper einen Wohnwagen anzuhängen", sagt Hänle. Aber eben nicht stilecht. Also schaffte die Familie einen Gummiwagen an und baute ihn zu einem Planwagen um. Aus 30 laufenden Metern Zeltstoff nähte Lothar Hänle mit der 40 Jahre alten Nähmaschine seiner Mutter die Abdeckung. Aus einer Tischtennisplatte schreinerte er ein wagenbreites Bett. Darunter ist genügend Platz für alle möglichen Reiseutensilien sowie Wassertanks und ein Schlauchboot. Auf einer kleinen Kommode steht der Gaskocher und gegenüber der Kleiderschrank. Selbst ein Tresor geht mit auf die Reise.

100 Kilometer am Tag

"Abenteuer ist unser Ding", erzählt Hänle weiter. Mit dem Motorrad eroberte er bereits die Alpen und übernachtete bei diesen Touren auch im Freien. Der Umstieg vom Motorrad auf den Schlepper ist indes ein gewaltiger. Allein die Geschwindigkeit. Das Dieselross bringt es auf durchschnittlich 19 Kilometer in der Stunde. Die Fahrt nach Venedig teilte sich Hänle deshalb in 100-Kilometer-Etappen ein. Von dort geht"s mit der Fähre zum griechischen Patras und dann über Land noch einmal 250 Kilometer weiter bis zum Urlaubsort Stoupa. In fünf Wochen will die Familie wieder in Attenhofen zurück sein.

Die Hänles tuckern nach Griechenland

AALEN-ATTENHOFEN - Mit Schlepper und Planwagen tuckern Lothar Hänle und sein Sohn Simon einem Abenteuerurlaub entgegen. Start ist am Sonntag. In neun Tagen wollen sie in Venedig sein. Ihr Ziel ist Griechenland.

Von unserem Korrespondenten Ulrich Geßler

Es hat was mit Cowboyromantik zu tun. Vielleicht auch mit der Lust, die Welt im Planwagen zu erobern - ohne großen Komfort, dafür aber mit dem Gefühl von unendlicher Freiheit. Ohne Stress, aber bereit zum Abenteuer. Statt vier Pferden spannt Lothar Hänle ein Dieselross aus dem Stall Fendt vor. Vom Typ her ist es eher den Kaltblütern zuzuordnen. Behäbig, jedoch voller Power. Die Kraft von 25 Pferden steckt unter der Motorhaube.

Muss man nicht ein bisschen verrückt sein, um mit einem Schlepper die Alpen zu überqueren, bei sengender Hitze durch die Poebene zu tuckern, um nach neun Tagen Fahrt Venedig zu erreichen? Andere Urlauber schaffen die gleiche Strecke in einem Tag. Lothar Hänle lacht: "Ein bissle verrückte Sachen muss man machen." Mit seiner Familie fährt er seit über 25 Jahren nach Griechenland. Früher, vor der Öffnung des Ostens schon auch mal über die Balkanroute, was wohl zuweilen ziemlich abenteuerlich war und den Hänles sogar einmal einen Kurzaufenthalt in einem Gefängnis bescherte. Dagegen dürfte die Reise mit dem Schlepper eine Spazierfahrt werden, zumal sie bestens vorbereitet ist.

2004 kauften Hänles den Fendt für Arbeiten im Wald. Als der Schlepper dann auf dem Hof stand, wuchs bei Lothar Hänle mehr und mehr der Wunsch, mit dem Dieselross nach Griechenland zu reisen. Allerdings erst im Ruhestand. "Beim Joggen hat mich dann meine Tochter Marion davon überzeugt, nicht alles auf später zu verschieben", erzählt der 51-Jährige. Alle Vorbereitungen sind mittlerweile getroffen. Am Sonntag ist Abreise. Der 14-jährige Simon begleitet seinen Vater.

Planwagen ist stilecht

Baujahr 1965 ist der Fendt. 3000 Betriebsstunden hat er auf dem Buckel. Für die Griechenlandtour wurde er generalüberholt. Optisch steht das Dieselross jetzt prächtig da. Aufgerüstet wurde es mit einer zusätzlichen Lichtmaschine, die den Strom für einen Kühlschrank liefert und eine Zusatzbatterie speist. "Es wäre einfach gewesen, an den Schlepper einen Wohnwagen anzuhängen", sagt Hänle. Aber eben nicht stilecht. Also schaffte die Familie einen Gummiwagen an und baute ihn zu einem Planwagen um. Aus 30 laufenden Metern Zeltstoff nähte Lothar Hänle mit der 40 Jahre alten Nähmaschine seiner Mutter die Abdeckung. Aus einer Tischtennisplatte schreinerte er ein wagenbreites Bett. Darunter ist genügend Platz für alle möglichen Reiseutensilien sowie Wassertanks und ein Schlauchboot. Auf einer kleinen Kommode steht der Gaskocher und gegenüber der Kleiderschrank. Selbst ein Tresor geht mit auf die Reise.

100 Kilometer am Tag

"Abenteuer ist unser Ding", erzählt Hänle weiter. Mit dem Motorrad eroberte er bereits die Alpen und übernachtete bei diesen Touren auch im Freien. Der Umstieg vom Motorrad auf den Schlepper ist indes ein gewaltiger. Allein die Geschwindigkeit. Das Dieselross bringt es auf durchschnittlich 19 Kilometer in der Stunde. Die Fahrt nach Venedig teilte sich Hänle deshalb in 100-Kilometer-Etappen ein. Von dort geht"s mit der Fähre zum griechischen Patras und dann über Land noch einmal 250 Kilometer weiter bis zum Urlaubsort Stoupa. In fünf Wochen will die Familie wieder in Attenhofen zurück sein.

(Erschienen: 31.07.2008)

 

Schwäbische Post

Mit dem Dieselross über die Alpen

Lothar und Simon Hänle aus Attenhofen sind am Sonntag zur „Hellas-Schleppertour“ gestartet

Wenn Lothar Hänle aus Attenhofen seither in die Berge fuhr, dann gab er seinem Motorrad die Sporen. Manche abenteuerliche Schotterstrecke hat er bereits bewältigt. Am Sonntag startete er ein Abenteuer auf mehr als zwei Rädern: Mit einem Traktor, einen Planwagen im Schlepptau, will Hänle zusammen mit Simon, seinem jüngsten Sohn, die Alpen überqueren. Ziel: Griechenland.

schwaepo

Manfred Moll

 

Lothar Hänle aus Attenhofen mit seinem Traktor beim Start zu einer grossen Tour über die Alpen. Das Ziel lautet Griechenland, für die Reise wünschen ihm die Zurckügebliebenen viel Glück. (Foto: Volker Grahn)

Aalen-Attenhofen. Die Umstellung wird hart. Wenn Lothar Hänle auch nicht zu den Rasern auf zwei Rädern zählt – 17 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit werden die Geduld deutlich auf die Probe stellen. Im Schnitt wollen sie 75 Kilometer am Tag schaffen und von Venedig aus die Fähre nach Patras nehmen, von wo aus noch 250 Kilometer Landweg vor ihnen liegen.
Zugpferd des Unternehmens ist ein altes Dieselross, ein 25-PS-Fendt-Schlepper, Baujahr 1965, den Hänle vor einigen jahren für Waldarbeiten gekauft hat. „Wenn ich mal in Rente bin, fahr’ ich mit dem Ding über die Alpen“, hat er sich gesagt. Bis zur Rente hat der 51-Jährige noch eine ordentliche Strecke, die Schleppertour über die Berge muss aber so lange nicht warten.
„Meine Tochter Marion hat mir beigebracht, eine solche Idee bald umzusetzen und nicht zu lange zu verschieben“, erzählt Hänle freudestrahlend.
Und so sind Lothar Hänle und der 14-jährige Simon also gestern aufgebrochen zur Schleppertour. Übernachtet wird in einem gummibereiften Wagen, den Lothar Hänle zum Planwagen im Wildwest-Stil umgebaut hat. Ein bisschen Komfort muss sein, und so haben die beiden nicht nur Wassertanks dabei, sondern auch Gasgrill, ein Schlauchboot – und sogar einen Kühlschrank. Dessen Strombedarf liefert eine moderne Lichtmaschine, die Hänle dem alten Fendt spendiert hat.
Erster Stopp gestern war in Auernheim auf dem Härtsfeld, zum Weißwurstfrühstück. Als erstes Zwischenziel vorgesehen war Marktoberdorf im Allgäu, die Heimatadresse von Fendt.
Weiter geht es nach Österreich durchs Tannheimer Tal, dann weiter über das Hahntennjoch nach Imst. Über kleine Nebensträßchen dann über den Kühtaisattel nach Innsbruck. Von dort führt die Route links der alten Brennerstraße über den Brenner.
Nach Brixen und dem Würzjoch (Plose) folgen ein paar Dolomitenpässe, um danach den letzten Teil der Festlandroute bis nach Venedig anzugehen. Dort wollen die Hänles dann voraussichtlich am 12. August eintreffen und die Fähre Richtung Süden nehmen.
Nach einem 14-tägigen Strandurlaub im Ferienhaus eines alten Bekannten in Griechenland geht der Ritt wieder zurück. Natürlich mit Planwagen und Dieselross, wie sich versteht.